Start der Frühlingsschule in Eichstätt

foto frühlingsschule

Am Montag eröffneten mehr als fünfzig Frewillige und noch mehr Teilnehmer aus dem Landkreis Eichstätt die Frühlingsschule 2014. KHG und Uni hatten dafür die Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt. Und auch durch die Unterstützung vieler Anderer, wie z.B. Stadl.gold, Privatinitiative Maronenstand, Wildnisschule, die Tafel, Kinderdorf Marienstein und FC Ingolstadt, konnte die Sprachschule ermöglicht werden.

 

Dass sich die lange Vorbereitungszeit gelohnt hat, zeigte schon der erste Tag. Das Fahrerteam war pünktlich vor Ort, um alle Teilnehmer in ihren Unterkünften abzuholen. Und die warteten schon abfahrbereit vor den Häusern. In Stammham wurde Karolina Albrecht schon begrüßt: "Hallo! Guten Morgen! Bist du unser Fahrer? Wie heißt du?", "Lina, gut. Schöner Name!". Von Schüchternheit keine Spur. Vielmehr waren etwas Aufregung und viel Neugierde auf beiden Seiten von Beginn an der Eisbrecher und die Fahrerin wurde sofort in "ihre" Gruppe aufgenommen.

 

Am Vormittag legten die Teilnehmer dann ihren ersten Test ab, um die unterschiedlichen Gruppen einzuteilen. Sie alle hatten ihre Aufgabe gut gemacht, obwohl sie sagten, dass es nicht ganz einfach war. Viele sind erst kurz in Deutschland und haben noch keine oder nur wenige Deutschkurse besucht.

 

Ein großes Lob geht an das Kochteam, das jeden Tag über 100 Leute mit leckerem Mittagessen versorgt! Auch die Mittagspause wird jeden Tag genutzt, um Sprachkenntnisse zu vertiefen. Aus allen Ecken hört man in allen möglichen Sprachen "Guten Appetit" oder "Was heißt hallo auf arabisch?", "wie sagst du ...?". Und man lernt sich besser kennen. Später war Lina wieder unterwegs, um zu fotografieren. "Lina, Foto!" schallte es über den Hof. Sie zog die Kamera heraus - "nein, nein, du musst auf das Foto!". Ein paar Gruppenbilder später durfte sie weiter arbeiten.

 

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Um zwei Uhr begann dann der Unterricht. Klar, dass die Lehrer erst einmal die Grundlagen wiederholten. "Ich heiße Anna. Wie heißt du?" und ""Woher kommst du" ging es in einer Gruppe reihum. Erst auf deutsch und dann auf arabisch, kurdisch und tamil. Nach Unterrichtsschluss ging der Tag mit einem neuen Ausschwärmen der Fahrteam langsam zu Ende. Alle waren erschöpft, aber glücklich und freuten sich schon auf den nächsten Morgen.

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Am zweiten Tag wurde der Unterricht schon anspruchsvoller: "Ich habe ein/ eine/ einen ...", übte eine Gruppe. Die nächste war mit den unterschiedlichen Zeiten beschäftigt: "Sie duschen, sie haben geduscht, sie werden duschen". Und die Kinder? Die waren mit ihren Betreuern in der ehemaligen Reitschule beim Basteln, Malen und, passend zu Fasching, Kinderschminken.

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Den Nachmittag verbrachten alle in zwei unterschiedlichen Gruppen. Die "Großen" versammelten sich in einem Seminarraum, um sich beim Vortrag "Bildung, Arbeit & Sozialleistungen für Flüchtlinge"von Uche Akpulu/ Bayerischer Flüchtlingsrat zu informieren. Währenddessen waren die Kinder in der Küche beschäftigt: sie durften mit Katharina, Tabea und Dorothea Muffins backen und vor allem verzieren. Ganz stolz präsentierten sie ihr Gebäck ihren Eltern und Helfern und passten gut auf, sie heil mit nach Hause nehmen zu können.

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