Sommerschule 2014

spontane Hilfe für Sommerschule
Mitte: Die Organisatoren der Sommerschule Anna Speer und Michael Koppold

 

Spontane Unterstützung...

 

Heute startete die zweite Sommerschule von tun.starthilfe für flüchtlinge im landkreis eichstätt und Live for Life e.V. in den Räumen der Staatlichen Berufsschule Eichstätt. Mehr als 50 Teilnehmer aus über zehn Ortschaften und gut zwanzig Helfer werden in den folgenden zwei Wochen wieder gemeinsam lernen, kochen, essen und verschiedenste Dinge unternehmen.

 

Von nah und fern wurden alle Teilnehmer aus dem Landkreis nach Eichstätt gebracht. Dabei stellte sich vor allem die Frage, wie dieser Service für die beiden Teilnehmer aus Neuenhinzenhausen aussehen sollte. Immerhin bedeutet der Weg 200 km Fahrt täglich. Eine Lösung konnte dank dem Domkapitular Msgr. Paul Schmidt schnell gefunden werden. Er erklärte sich bereit, die beiden Teilnehmer für die Dauer der Sommerschule kostenfrei im Collegium Orientale unterzubringen.


Nachdem die Fahrer zum ersten Mal ausgerückt waren, stellte sich bald heraus, dass Sonderfahrten notwendig sein würden, um alle Teilnehmer nach Eichstätt zu bringen. Das verzögerte zwar den Start, aber letztendlich konnten doch noch alle mehr oder weniger pünktlich am Einstufungstest teilnehmen. Über manchen Stolperstein musste der ein oder andere Teilnehmer herzlich lachen: "Zahnbürste" ein typisch deutsches Wort. Mit Dehnungs-H, Z und Ü. Fürchterlich!

 

Dennoch schnitten alle gut ab und können ab morgen in ihren jeweiligen Gruppen lernen. Mehrere Klassenzimmer stehen dafür zur Verfügung und auch ein Büro mit der zwingend notwendigen Kaffeemaschine wurde wieder eingerichtet.

 

Allerdings blieb das Problem der fehlenden Küche. Kurzfristig konnte auf das Wohnheim St. Michael ausgewichen werden, doch zur Verköstigung von knapp 100 Leuten ist eine auf Studenten ausgelegte Küche dann doch zu klein.

Nach einigem Kopfzerbrechen und mehreren Telefonaten hatte der Sprachschul-Küchenchef Schagg Zieglwalner die rettende Idee. Ein Anruf bei MMS Strobl löste das Problem. Die Firma erklärte sich sofort bereit, einen mit je zwei Spülen und zwei Herden ausgestatteten Küchencontainer unentgeltlich zur Verfügung zu stellen und bereits kurze Zeit später lieferten Bernd Krasselt und Gerhard Gegg die Küche an. Nun fehlt nur noch der Anschluss an Strom und Wasser, was bei der allgemeinen Hilfsbereitschaft keine große Hürde mehr darstellen sollte.

 

Autor: Karolina Albrecht